Cape Epic – Stage 1

Posted by on Mrz 16, 2015 in Cape Epic 2015 | 2 Comments
Cape Epic – Stage 1

Nach der heutigen Hammeretappe wissen wir Rider es alle: wir sind am Cape Epic, dem härtesten Mountainbike-Rennen der Welt. UCI Hors catégorie, und ein Paukenschlag zu Beginn, damit das auch jeder begriffen hat.

Unser heutiger Beitrag wird denn auch kurz ausfallen. Wir sind einfach zu kaputt und so richtig „uf de Schnorre“…

Die Profis meinten vorher im Interview, sie hätten schon viele Etappen gefahren. Aber noch nie eine solch harte wie heute. 113 Km und 2’800 Hm äussert ruppige Single Trails, ausgewaschene und mit Sand und Steinbrocken gefüllte Wege im Niemandsland. Überall nur Sträucher und mannshohes Gras. Und irgendwo dazwischen ein „Weg“. Es ging nur hoch oder runter, kein einziger Meter, wo man sich etwas hätte erholen können, volle Konzentration von Start bis Ziel. Wir hatten das Gefühl, 7h lang am Presslufthammer zu stehen. Extrembelastung für Finger, Arme, Schultern, Rücken und die Bikes.

Nach gut zwei Stunden setzte der Regen ein. Zusammen mit dem roten Staub Afrikas eine herrliche Kombination. Und bei jedem Schluck aus dem Bidon eine wahre Gaumenfreude. Auch die Brillen hatten Spass an den beiden – unsere Augen weniger. So folgte dann auch der eine oder andere kleine Ausrutscher und mein (Roli) „Purzelbaum“ vorne über den Lenker. Yanik hätte Freude an Papi gehabt. Zum Glück passierte nichts.

Unter den Rider ist die Stimmung super. Wir fuhren heute die letzten beiden Stunden zusammen mit Leo Hillinger. Ein super cooler Typ, der ja bekanntlich auch gute Weine macht. Unsere Freunde Benno und Hans-Peter vom Team One und Reto und Markus vom Team Gruppo sportivo, mit welchen wir zusammen unsere „Mobile Home Burg“ aufgebaut haben, litten sich heute ebenfalls über die 1. Etappe.

Wir möchten heute einem Mann besonders danken: David, unser Freund, Mechaniker, Betreuer, gute Seele, Chef-Organisator und vieles mehr. Wer unsere beiden und die Bikes von Benno und Hans-Peter gesehen hat, der weiss warum. 4 Bikes wieder für morgen parat machen – 6h Arbeit am Velobock. David, herzlichen Dank!

Und so heisst es wieder mal: gute Nacht aus Südafrika!

PS: Wir wurden übrigens mit einer Zeit von 6:59.25 Overall 194. Aber irgendwie spielt das gar keine Rolle. Christoph Sauser und Jaroslav Kulhavy siegten trotz Sausi’s Platten in 4:47.39. Und auch bei den Mädels siegte eine Schweizerin: Ariane Kleinhans, zusammen mit ihrer Kollegin Annika Langvad aus Dänemark. Die beiden Girls hatten ja auch schon das Swiss Epic gewonnen.

image                                                    Patrik, Roli, Hans-Peter und Benno (vor dem Start…)
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Stage 1

 

 

2 Comments

  1. Toni
    17. März 2015

    Lieber Roli

    Kompliment für Euren Durchhaltewillen und die Super-Platzierung. Keep on going! Heute war ein ganzseitiger Artikel über Euch in der Zuger Zeitung – sehr gelungen.

    Mit neidvollem Sportlergruss
    Toni

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  2. Michael
    17. März 2015

    when the going gets tough, the though get going!
    nur schon vom lesen schmerzt mir mein allerwertester…

    gueti erholig und merci für eure berichterstattung

    cheers

    michael

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